Veranstaltungskalender

Visionssuche

Es gibt Zeiten, wo Du den Durchgang durch tief greifende Veränderungen, akzeptieren, vollziehen, ja manchmal sogar feiern musst. Du weißt dann, dass Du Dein bisheriges Leben verlassen musst, doch wohin soll die Reise gehen? Visionssuche ist die uralte Weise, alle Ablenkung zurückzulassen, allein und fastend in die Wildnis zu gehen, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten.

Wir wachsen durch solche Übergangskrisen. Das griech. Wort „crisis“ kann als Entscheidung übersetzt werden, aber richtiger mit: „Es entscheidet sich“. Krisen sind jene Schwellenzustände, in denen das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht trägt. Jeder Entwicklungsschritt und jede Heilung setzt eine Entscheidung zwischen beidem voraus.

Neben den biologisch bedingten Übergängen, wie Pubertät, Elternschaft, Wechseljahre und Alter, durchleben wir vielleicht auch andere, individuelle , wie Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel, der Verlust geliebter Freunde bzw. Familienangehöriger, Unfälle, Krankheiten und ähnliches mehr.So gehen wir alle im Leben durch z.T. dramatische Wandlungskrisen, alte Verwurzelungen, Sicherheiten und Gewohnheiten werden brüchig, Abschied und Neuausrichtung stehen noch nebeneinander und verlangen mit der Zeit nach Ent-Scheidung.

Visionssuche Ablauf

In der Vorbereitungszeit erlernst Du ein Sicherheitssystem und ansonsten lässt Du alles, was Du schon über Dich wusstest, zurück.

In der einsamen Stille, wird dann der ehrliche Spiegel der großen Natur zur untrüglichen Informationsquelle über alles, was Du eben noch nicht bewusst von Dir wusstest. Während dessen wachen wir Leiter im gut erreichbaren Basislager und sorgen für physische Sicherheit.

In der Nachbereitung wirst Du Deine Geschichte in feierlicher Runde erzählen und auf Deine Rückkehr in den Alltag vorbereitet.

Die Visionssuche ist eine moderne Form der Übergangsrituale unserer Vorfahren. Sie folgt, frei von traditionellem Beiwerk, schlicht dem Grundmuster, das allen bekannten Übergangsritualen zugrunde liegt. Im Kern eines 12-tägigen Rituals, gehen wir, wie einst Buddha, Jesus oder Mohamed, fastend und allein, nur mit der nötigsten Ausrüstung, in die Wildnis und zwar für vier Tage und Nächte.

Die Zeit davor dient der inneren und äußeren Vorbereitung, die sich neben den wichtigen Sicherheitstrainings und Naturübungen, um Klärung, würdevollem Abschied von Altem und um die Entschleunigung in die Einfachheit dreht. Alles, was wir bereits über uns wissen, kann dort zurückgelassen werden. Getreu unserer Philosophie, dass ein Gefäß erst leer geworden sein muss, um mit Neuem gefüllt zu werden, nehmen Visionssucher/innen, abseits aller üblichen Ablenkung, die innere Geste einer aufnahmebereiten leeren Schale an. In dieser Stille wird der ehrliche Spiegel der großen Natur zur untrüglichen Informationsquelle über alles, was wir eben noch nicht bewusst über uns wussten.

Wir sind gewohnt uns in Krisenzeiten den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir eigentlich mit unserem Leben anfangen wollen. In der Visionssuche hingegen, geben wir dem Leben einmal die Gelegenheit uns mitzuteilen, was es eigentlich mit uns anfangen will. Die Visionssuche ist eine echte Alternative zu unserer Gewohnheit, etwas zu konsumieren, bzw. zu meinen etwas tun zu müssen, wenn uns was fehlt. Während einer Visionssuche geht es jedoch gerade darum leer zu werden und eher zu "lassen", als etwas zu tun.

So haben die meisten Teilnehmer/innen auch gar nicht soviel Angst, in der kurzen Fastenzeit zu verhungern, sondern vielmehr vor dem, was hochkommen wird, wenn man sich nicht mehr durch ständiges Tun davon ablenken kann. Dieses Furchterregende, was da ständig vermieden werden muss, dieser bedrohliche Schatten ist es aber, was mit dem Drachen der alten Mythen und Märchen zu vergleichen ist. Erst wenn die Held/innen der Visionssuche diesem Drachen standhalten, kann auch hier das gesuchte Elixier in Besitz genommen werden, welches von diesem Drachen oft einfach nur bewacht wurde. Gerade diese Begegnung sorgt dafür, dass nicht dieselbe Person in die Gemeinschaft zurückkehrt, die einst in die Wildnis auszog.

In der Nachbereitungszeit, werden die Geschichten der persönlichen Heldenreisen in feierlicher Runde gehört und bezeugt. Durch eine "Spiegeln" genannte Technik, werden die darin enthaltenen Gaben verdeutlicht und vertieft, nie jedoch interpretiert. Am Ende wird sich dem schwierigsten Teil der Visionssuche gewidmet, nämlich der Integration des Neuen in den Alltag Zuhause. Die Teilnehmer/innen einer Visionssuche können noch für das ganze folgende Jahr die Betreuung durch ihre Leiter in Anspruch nehmen.

Empfehlenswerte Literatur

Buch
Steven Foster & Meredith Little, Visionssuche, Sinnsuche und Selbstfindung in der Wildnis
Arun-Verlag, ISBN 3-935581-09-2, Foster und Little haben ausführliche pankulturelle Studien zu Initiations- und Übergangsriten betrieben und haben von nordamerikanischen Indianern gelernt. Mit ihrer theoretischen und praktischen Arbeit haben sie den archetypischen Kern der Visionssuche für uns sichtbar und diesen Übergangsritus für Menschen der westlichen Industriekultur praktisch zugänglich gemacht. Mehrere tausend Menschen aller Hautfarben und verschiedenster Glaubensanschauungen haben sich unter ihrer Anleitung in die Wildnis begeben.

Buch
Sylvia Koch-Weser & Geseko v. Lübke, Vision Quest,
Droemer Knaur Taschenbuch, ISBN-13:978-3-426-87264-2, ISBN-10:3-426-87264-1, 10,95 €

Buch
Steven Foster & Meredith Little, Der heilige Berg, Visionssuche-Handbuch für Erwachsene
Bestelladresse: Irmtraut Schäfer, Seestr. 8, 80802 München)

Die verschiedenen Visionssuche-Angebote im Detail

Im Herzen Deutschlands

Termin: 27.07. - 07.08.2011
Leitung: Gesa & Holger Heiten.
Kosten: 790,- € zuzügl. 238,- € Unterkunft und Nutzungsgebühr an Waldbesitzer
Ort: Eschwege Institut Hessische Schweiz,
Hinzu kommen Eigenkosten für Anreise und Selbstverpflegung für die ersten 4,5 Tage

Eschwege InstitutDie Vorbereitung
Zur Vorbereitung treffen wir uns in unserem idyllisch gelegenen Institut in der hessischen Schweiz, nahe dem hohen Meißner und dem Nationalpark Hainich. Wir verfügen dort über eine eigene Gästeunterbringung, mit Gruppenräumen, Sauna, Kamin, großem Garten mit Feuerstellen überdachten Freisitzen etc. und viel Wald.

Dort werden wir die innere und äußere Vorbereitung auf die einsame Zeit im Wald vornehmen.
Aspekte der Sicherheit stehen dabei ebenso im Vordergrund, wie die innere Arbeit an den Themen, die mit der Visionssuche zurückgelassen, bzw. bestätigt werden sollen.

Eschwege Institut VisionssucheDer Visionssuche-Ort
Im Norden Hessens, dem waldreichsten Bundesland, erstreckt sich eine "Caspar David Friedrich-Landschaft", wie man sie in Deutschlands Mitte schon gar nicht mehr vermuten würde. Diese weite verschlafene Landschaft, mit ihren nahezu menschenleeren Wäldern und Wiesen, wurde vom hungrigen Tourismus bisher völlig übersehen und bietet wohl eine der besten Möglichkeiten, in heimischen Wäldern zu einer Visionssuche aufzubrechen.

So ist das Visionssuche-Gebiet auch ein abgeschiedenes, sanft hügeliges Gelände mit altem Eichen-Buchenwald sowie eingestreuten Feldern und Lichtungen. Zu dem großen Wildbestand gehören auch Besonderheiten wie Uhu, Wanderfalke, Wildkatze Schwarzstorch und Waschbär.

Wir halten es für sehr wichtig, einen solch intensiven Übergangsprozess wie die Visionssuche, möglichst auch in heimischen Wäldern anbieten zu können, wenngleich es aus klimatischen Gründen leider nur im Sommer möglich ist. Zur Zeit unsrer Vorfahren war Mitteleuropa zu etwa 80 bis 90 % mit Wald bedeckt. Dieser Lebensraum hat die Art unserer Sprache und unsere Kultur stark beeinflusst und noch heute sind wir in kollektiv unbewusster Weise mit dieser seelischen Urlandschaft verbunden.

Eschwege_Institut_LandschaftMit einiger Sicherheit fanden die damals selbstverständlichen Übergangsrituale unserer Vorfahren in eben diesen Wäldern statt, weshalb wahrscheinlich ein morphisches Feld kollektiver Erinnerung betritt, wer in solchen Wäldern zu seiner Visionssuche antritt.

Es ist im Übrigen auch leichter sich später, z.B. bei einem Spaziergang, wieder mit der Landschaft rückzuverbinden, in der man einst gefastet hat.

Wir würden uns freuen Sie in diesem Prozess zu begleiten.

 

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FindhornVisionssuche in Findhorn / Schottland

Datum: 17.08. - 28.08.2011
Leitung: Holger und Gesa Heiten
Kurssprache: Englisch und Deutsch
Kosten: 790,- €, zzgl. Selbstverpflegung u. 170,- € für Unterkunft und Transport zum Visionssuchegebiet

Findhorn BuchtDer Visionssuche Ort
Die Strände des Moray Firth, nahe Findhorn Bay, genießen den mikroklimatischen Einfluss eines Golfstromablegers. Wie im nahen Findhorn scheint hier die Sonne häufiger als an den meisten anderen Orten Großbritanniens. Wir werden mit einem Boot über die Findhorn Bay zum Visionssuchegebiet gebracht werden. Dort wird es die Möglichkeit geben sich in den ans Meer grenzenden Kiefernwäldern einen Platz zu suchen. Das Meer, als denkbar urtümlichste Landschaft und Urheimat allen Lebens, bietet einen einzigartigen Rahmen für die Rückverbindung mit jener Heimat in Dir.

Findhorn BuchtUnterbringung und Ort der Vor- und Nachbereitung
Im Findhorn Hostel, direkt in Findhorn Village, mit schöner Aussicht auf die Findhorn Bay und nahe der weiten Dünenlandschaft zwischen Bay und Meer.
Findhorn BuchtDas Hostel ist mit einer Selbstversorger-Küche und modernen Bädern ausgestattet. Die 4 Schlafräume sind mit so vielen Stockbetten bestückt, dass jeder/jede eines ganz für sich haben kann. Die Gruppenzusammenkünfte werden in der "Earthlodge", bei den Whisky-Fass-Häusern in "The Park", dem Herzen der Findhorn Gemeinschaft, stattfinden. Die Earthlodge ist halb unter und halb über die Erde gebaut. Die runde Seitenwand besteht aus riesigen Findlingen. Im Lichtdurchlässigen Dach ist eine Rauchklappe als Abzug für das Lagerfeuer in der Mitte des Raumes. Wir werden die Gruppenzeiten so planen, dass wer will, an den täglichen Veranstaltungen in der Findhorn-Gemeinschaft, wie z.B. Taizé-Singen, Meditationen, Sacret Dance etc., teilnehmen kann.

FindhornWas ist Findhorn?
Findhorn, die seit 1962 bestehende berühmte internationale Gemeinschaft, liegt im Norden Schottlands, ca. 45 Km östlich der Stadt Inverness an der Findhorn Bay und um die Kleinstadt Forres herum. Findhorn ist ein internationales, renommiertes Zentrum für persönliche und spirituelle Transformation.

Die Findhorn-Gemeinschaft ist mit hunderten Mitgliedern als beispielhaftes Projekt für das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Nationen, Religionen und Kulturen, in enger Zusammenarbeit mit den Kräften der Natur und auf der Basis essentieller spiritueller Grundannahmen, als "N.G.O." in den Vereinten Nationen vertreten.

FindhornUm mehr über Inhalt, Angebote und Struktur der Findhorn Gemeinschaft zu erfahren, besuche einfach deren Homepage: www.findhorn.org

Wichtige Daten und Reise-Hinweise
FindhornWir treffen uns am Dienstag dem 03.08., mittags um 15.00 Uhr, im "Findhorn Hostel" in Findhorn Village (im Old Schoolhouse bei der Dorfkirche, Eingang von hinten über den Parkplatz, dort einfach unseren Hinweis-Schildern folgen), mit allen auswärtigen Teilnehmer/innen. Wir haben es so geplant, dass auswärtige Teilnehmer/innen erstmal Zeit haben sollen, anzukommen und sich in der Findhorn Gemeinschaft umschauen können. Für alle Interessierten, bieten wir eine Führung an. Zusammen mit den Teilnehmer/innen aus Findhorn, beginnt die Visionssuche dann am frühen Abend mit der ersten Runde.

 

 

Take it – Internationale Jugendvisionssuche

Alter: 16 bis 24 Jahre

Eschwege Landschaft 2Wie bin ich als selbstverantwortliche Frau, bzw. als selbstverantwortlicher Mann? Für welche Ziele, Träume und Aufgaben will ich aus dem Schutz und Einfluss meines Elternhauses heraustreten und meinen eigenen Weg gehen? Wie kann ich diesen Übergang bewusst und würdevoll gestalten und ihn vor den Menschen, die mir lieb sind, bezeugen? Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit selbst. Seit jeher antworteten die verantwortlichen Älteren darauf mit dem Angebot eines Übergangsrituals, das es den beteiligten Jugendlichen und ihren Eltern erleichterte, die notwendige Loslösung voneinander in Würde zu vollziehen. Die Visionssuche für Jugendliche ist eine moderne Form solcher alten Übergangsrituale. Zugleich ermöglicht es den jungen Erwachsenen, eigenen Sinn und eigene Richtung für die nächsten Schritte auf dem eigenen Weg zu finden.

Eschwege WaldDie Visionssuche
Anthropologisch gesehen ist es ein Übergangsritus, ein Übergang zum nächsten Stadium im Leben. Er beinhaltet immer ein "Leerwerden" von Altem und ein sich "Öffnen", für das Neue und noch Unbekannte. Visionssuche ist die uralte Art, den gewohnten Schutz der Gemeinschaft und die vielen Ablenkungen des Alltags, hinter sich zu lassen, und sich, nur mit dem Nötigsten ausgerüstet, für einige Tage, allein und fastend in die Wildnis zurückzuziehen. Dort wirst Du, in wilder Einsamkeit, ohne die Möglichkeit, Dich mit Essen, Lesen oder ähnlichem abzulenken, Dir selber begegnen. Sich dieser, für manche furchterregenden Begegnung zu stellen, ist zweifellos ein wertvoller und würdiger Test Deines Charakters, und der Art, wie Du als Frau oder Mann bist.

Durch die Einfachheit und die Abwesenheit von überflüssigem Input, wirst Du mit den Tagen, nicht nur im Magen, sondern auch im Geiste, leer werden und um diese Leere geht es. Denn erst wenn ein Gefäß leer ist, kann es mit Neuem gefüllt werden und erst wenn Du aufhörst, Dir den Kopf zu zerbrechen, was Du mit dem Leben anfangen willst und Du ganz still wirst, kann Dich das Leben darüber informieren, was es mit Dir anfangen will.

Solche Information, solch eine Einsicht, nennen wir eine Vision, sie ist für uns nichts weiter, als zu wissen, was als nächstes zu tun ist. Eine Visionssuche ist die ideale Gelegenheit, Dich in Deiner ganz eigenen Form von Deinen Eltern und von der alten Rolle des noch nicht selbstverantwortlichen Kindes, zu lösen. Es ist daher ein eben so uralter Vorgang, dass die Eltern zum Ende der Visionssuche eingeladen werden. Sie, oder mit wem auch immer Du bisher zusammen lebtest, werden Zeuge sein, wenn Du, als erneuerte Person, morgens aus der Wildnis zurückkehrst und später Deine Geschichte im Kreis der Gruppe und der Ältesten erzählst.

Eschwege Landschaft 3Wir laden immer auch eine alte Frau und einen alten Mann ein, die schon einmal selber auf Visionssuche waren. Sie werden einfach da sein, wie Großeltern, deren Lebensweisheit zu jeder Zeit abgefragt werden kann. Da solche Übergangsriten schon immer die Geschichte menschlichen Zusammenlebens begleiteten, sind sie tief in der menschlichen Natur verankert. So begegnen sie Dir als das Grundmuster fast aller Märchen und Helden-Mythen, in denen auch jeweils die Hauptfigur der Geschichte, alles Alte und Gewohnte hinter sich lassen muss, um in etwas Neues und Unbekanntes vorzudringen.

Meist folgt sie dabei einer Art Ruf, muss gewisse Prüfungen bestehen, erhält die Hilfe von Helfern in der Natur und muss fast immer der Begegnung mit etwas Furchterregendem, mit einem Schatten oder einem Drachen bestehen. Ist diese Hauptprüfung bestanden, so findet die Figur das Elixier oder den Schatz, meist hinter diesem Drachen, der ihn bis dahin bewachte. Erst jetzt weiß die Figur, dass es dieses Elixier war, um dessen Willen sie einst ausgezogen war. Wenn der Held oder die Heldin solcher Märchen und Mythen dann dieses Elixier zu ihren Leuten mit zurück bringt, dann kommt er oder sie nicht mehr als die Person zurück, die sie vorher war. Der Junge kehrt als Mann, das Mädchen als Frau, der Prinz als König, die Prinzessin als Königin zurück.

Eschwege Landschaft 4Der Ablauf
Die ersten vier Tage bereitest Du Dich innerlich und äußerlich vor, wirst vertraut mit dem Gelände, wie Du mit dem Spiegel der Natur arbeiten kannst und übst Sicherheitsregeln. Danach gehst Du drei Tage und Nächte hinaus, um allein in der Wildnis zu fasten. Die Leiter der Gruppe werden in einem für Dich leicht erreichbaren Basislager, Tag und Nacht Wache halten. Wenn Du zurückkommst, wirst Du in der Gruppe Deine Geschichte erzählen. Ein Rat von Älteren wird Dir zuhören. Auch Deine Eltern können dabei sein. Am Ende wird es darum gehen, wie Du Deine Vision in Deinem alltäglichen Leben umsetzen kannst.

Hört sich gut an?
Alleine, leer, verletzlich in der großen wilden Natur? Kommt darauf an, was für ein Mensch Du bist.
Wenn Du Deine Grenzen erweitern willst, ohne Drogen, nur mit Hilfe der Kraft, die in Dir steckt und die Du in der großen Natur finden kannst, dann könnte dieses hier das Wachstums-Ereignis sein, nach dem Du suchst. Betrachte einmal die Tatsache, dass genau diese oder eine sehr ähnliche Erfahrung für tausende von Jahren ein Übergangsritus der Menschheit ins Erwachsensein war.

Unzählig viele junge Menschen aus allen Kulturen und Zeiten, haben schon vor Dir genau diese Erfahrung auf sich genommen, um ihre Kindheit hinter sich zu lassen. Auch Deine eigenen Ur-Vorfahren gingen so hinaus in die Wildnis, genau wie auch Buddha, Jesus und Mohammed es bei anderen Übergängen taten. Tue es, und es wird für den Rest Deines Lebens einen Eindruck hinterlassen. Du wirst diese Erfahrung wie einen Schmuck innen tragen, und man wird sie in Deinen Augen sehen können, in Deinen Handlungen, in der Frau oder dem Mann, die oder der Du wirst.

Wir arbeiten in der Regel nur mit kleinen Gruppen um 8-12 Personen. Erfahrungsgemäß füllen sich solch kleine Gruppen recht bald, weshalb wir die Anmeldung zu einem frühen Zeitpunkt empfehlen.
Ist die Klärung Deiner Termine noch nicht möglich, frage uns bitte nach einer unverbindlichen Vorreservierung. Bevor Du aus rein finanziellen Gründen auf eine Teilnahme verzichten willst, spreche bitte erst mit uns darüber, wir können oft eine finanzielle Unterstützung erwirken.

Da Schüler einer Abschlussklasse des südenglischen Walldorf College und Jugendliche aus anderen europäischen Ländern teilnehmen, wird die Kurssprache englisch sein.

Termin: 15.07.- 23.07.2010
Leitung: Holger Heiten & Team
Kosten: 495,- € zzgl. 175,- € für Unterkunft, Verpflegung und Nutzungsgebühr an Waldbesitzer
Ort: Eschwege Institut, Hessische Schweiz
Kurssprache: Englisch und Deutsch

Hinzu kommen Kosten für Anreise, Verpflegung und Unterkunft im Eschwege Institut
Ortsbeschreibung: Im Herzen Deutschlands

Aus dem Visionssuche-Handbuch
"Die moderne technokratische Kultur initiiert ihre Jugend nicht mehr. Sie stellt keine Erfahrung zur Verfügung, durch die junge Menschen durch die dunkle Nacht der Prüfung in die Freiheit und Verantwortung des Erwachsenseins gelangen können. Sie hat Dir keinen öffentlich anerkannten Durchgang angeboten, der so beängstigend war, dass Du gezwungen gewesen wärst, Dein eigenes Licht anzuzünden um sehend zu werden..."

"Du musst nicht das Verhalten so vieler "Erwachsener" verantwortlich machen für Deinen Zustand. Du bist immer noch Herr Deines eigenen Schicksals. Und Dein Ziel ist Reife. Du befindest Dich auf genau dem Weg, die Person zu werden, die Deine wildesten Träume über Dich selbst, über Deine Liebe für Dich selbst, für die Menschheit, für die Erde, erfüllen wird. Und Du weißt, dass die Straße lang und steinig ist, dass kein einfacher Weg zur Erleuchtung führt, dass Du immer im Prozess des wirklich Erwachsenwerdens sein wirst, wahrhaft menschlich, voll bewusst über Deine Aufgabe in diesem Leben."

Steven Foster und Meredith Little, (School of Lost Borders, USA)

 

 

FindhornEl Hierro Visionssuche

Datum: Mi 09.11. bis Mi 23.11. 2011
Ort: El Hierro, Kanarische Inseln
Leitung: Holger Heiten und Sylvia Koch-Weser
Kosten: 790,- €, zuzüglich 245,- € für Unterkunft, Transport auf der Insel, Gruppenleihwagen und CO² Kompensation des Fluges über Atmosfair.

Hinzu kommen die Eigenkosten für Reise und Selbstverpflegung zu Beginn und Ende der Gruppe.

 

Die im November zu erwartenden durchschnittlichen Tagestemperaturen von 23°C, Nachttemperaturen von 18°C und Wassertemperaturen von 21°C, bilden gleichzeitig auch das Jahresmittel dieser Werte dort. Diese Durchschnittswerte bedeuten jedoch nicht, dass es nicht manchmal ungemütlichen Nebel, Nieselregen und starken Wind geben kann und andererseits nicht, dass es nicht auch mal bis zu 30°C heiß wird.

El Hierro El Hierro steht nicht nur zu fast 2/3 unter besonderen Naturschutz, sondern ist auch seit dem Jahr 2000, von der UNESCO, insgesamt als Biosphärenreservat ausgewiesen worden. Sie verfügt über weite menschenleere Landstriche, in denen gefährliche Tiere, wie z.B. Schlangen, nie vorkamen.

El Hierro Vor- und Nachbereitung werden auf einer alten Finca am Rande des Visionssuchegebietes stattfinden. Im Haus sind nur Notfall-Betten für Teilnehmer/innen mit körperlichen Gebrechen, weshalb alle anderen sich ihre Zelte auf dem Finca - Gelände aufbauen werden. Kläre mit uns ab, ob Du lieber in Deinem eigenen Zelt, also Deinem eigenen Raum, oder ob Du lieber im Haus, in einem Bett, aber mit anderen zusammen im Raum, schlafen willst, damit wir planen können.

El Hierro In der abgeschiedenen und urtümlichen Gegend des „El Rio“, stehen die alten Bäume in größerem Abstand zueinander und geben die grandiose Sicht auf die nahe Meeresküste, sowie auf die Vulkankegel-Mondlandschaft des äußersten Südens frei. Viele vulkanische Höhlen dort, wurden schon von den „Bimbaches“, den geheimnisumwitterten Ureinwohnern El Hierros bewohnt.
Durch den Gebirgszug im Zentrum der Insel geschützt, bietet sich diese menschenleere und stille Gegend als idealer Visionssuche-Ort an. Wo man dort die Sonne im Meer versinken sieht, kommt bis Amerika nur noch Ozean.

El HierroDie Anreise erfolgt über Teneriffa, wohin oft sehr günstige Flüge zu bekommen sind. Vom Flughafen Nord fliegen wir dann das letzte Stück mit einem Inselhopper von Binter Air weiter bis El Hierro. Von dort werden wir mit Leihwagen und Taxi zu unserer Finca im Süden der Insel fahren. Ein Leihwagen ist extra für die Gruppe eingeplant, damit Fahrten z.B. zum Supermarkt im nächsten Dorf möglich sind. Ab hier sind alle Kosten für Transport und Unterkunft auf der Insel, durch die 245,- € Pauschale abgedeckt. Bis El Hierro müssen die Teilnehmer/innen ihre Reise selber finanzieren.

El Hierro Wir empfehlen zur möglichst guten Koordination der Flüge zu den günstigsten Preisen, unser Stamm-Reisebüro: Eriks Reisebüro, Tel.: 06421 65789.

El Hierro Falls Du früher anreisen oder länger bleiben willst, wende Dich bitte wegen der Unterbringung an: Brigitte Hoyer, C/El Chamorro no. 55, E-38914 El Pinar / El Hierro, Islas Canarias, Espania, Tel.: 0034 922 558 143, Fax: 922 558 928, info@apartamentos-caracol.es, www.apartamentos-caracol.es

 

 

Vier SchildeDas Modell der „Vier Schilde“

Hinter der etwas metaphorischen Bezeichnung die „Vier Schilde“ verbirgt sich ein natur- und entwicklungspsychologisches System, das Gesetzmäßigkeiten des Lebens und der biographischen Wandlung veranschaulicht, deren Wirken nur durch einen Bezug auf unsere natürliche Lebenswelt zu begreifen sind, der wir zutiefst angehören und in der sich alles um gesunde Balance bemüht.

Die vier Schilde stehen für den Zyklus der „Jahreszeiten“ des Lebens:

Tod/Geburt (= Osten / Frühling);
Kindheit / Körperlichkeit / Emotionen (= Süden / Sommer);
Pubertät / Adoleszenz / Introspektion / Verarbeiten (= Westen / Herbst);
Erwachsensein / Verantwortlichkeit / Selbstbestimmtheit (= Norden / Winter)
und der Zyklus endet wieder beim Tod = Osten / Frühling.

Alle vier Schilde lassen sich über die Jahreszeit und die Himmelsrichtung hinaus mit immer weiter differenzierten Assoziationsketten versehen, wie z.B. Geburt / Tod = Osten / Frühling / Loslassen / Kreativität / Inspiration / Spiritualität........

Bei längerer Betrachtung wird einem bewußt, dass der Lauf der vier Jahreszeiten und andere zyklischen Vorgänge der Natur, den selben Gesetzmäßigkeiten folgen, wie der Lauf der vier menschlichen Lebensphasen. So kann eine Entwicklungsphase wie z.B. die Pubertät / Adoleszenz genausowenig übersprungen werden, wie nach einem Sommer direkt der Winter hereinbrechen kann. Gibt es ein Ungleichgewicht zugunsten eines der Schilde, muß, wie bei Schlagseite auf einem Floß, das gegenüberliegende Schild gestärkt werden. Um dort jedoch hinzukommen, kann aber ja das dazwischen liegende Schild nicht übersprungen werden – der Weg führt thematisch also durch das dazwischen liegende Schild.
Nicht selten beinhaltet dieses Schild dann Aspekte des Lebens, die bisher vermieden werden sollten, wodurch letztlich eine Stagnation im eigenen Wandlungsprozess verursacht wurde.
Wenn alle Schilde wieder zur Verfügung stehen und somit ein inneres Gleichgewicht erlangt wurde, können Lebensübergänge wieder, zugunsten des eigenen Wachstums, bewältigt werden.

In diesem System lassen sich also nicht nur die menschlichen Entwicklungsphasen mit ihren jeweiligen Aufgaben symbolisch betrachten, es veranschaulicht auch ihre Beziehungen und Übergänge zueinander und wie man zwischen ihnen eine Mitte, eine Balance finden kann.

Zu der Zeit der Stammesgesellschaften, wurde der Wechsel dieser Lebens-Jahreszeiten mit Übergangs- und Initiationsriten gefeiert, die das Erreichen einer neuen Lebensstufe bekräftigten.
In unseren erfahrungsorientierten Seminaren erleben wir, wie moderne Formen von Übergangs- und Initiationsriten den Übergang von einer zur nächsten Jahreszeit erleichtern und fördern können. Insbesondere nach großen Umbrüchen, oder in einer Lebensphase der Stagnation, kann die Arbeit mit den Jahreszeiten-Schilden zu einem heilsamen und kraftentfaltenden Übergang verhelfen.

Paare neigen dazu die geschwächten Schilde des Anderen mit auszufüllen, wodurch persönliches Wachstum und Flexibilität bei beiden vermindert werden. Oft definieren sich Paare auch über die daraus entstehenden Dramen. Eine Beziehung muss im Grunde genommen immer als ein eigenes Wesen angesehen werden, dass eines eigenen Gleichgewichtes bedarf. Statt die Balance im jeweils eigenen Schildsystem zu suchen und gleichzeitig das gemeinsame Dritte der Beziehung zu pflegen, kommt es häufig vor, dass Paare ihr eigenes aufgeben und sich nur noch über das Dritte definieren. Für Paare wird es in den Seminaren deshalb nicht nur um die Beziehung an sich, sondern auch um Wege gehen, in das eigene Schild-System zurückzukehren.

Das Modell der Vier Schilde ist eine Alternative oder Ergänzung zu anderen Ansätzen, die sich an bloße Krankheitsbilder orientieren und an einem von der Natur getrennten menschlichen Einzelwesen. Solche Ansätze können unserer Meinung nach viele Phänomene menschlicher Entwicklung nicht angemessen erfassen.

Empfehlenswerte Literatur

Buch
Steven Foster und Meredith Little, Die vier Schilde, Initiationen durch die Jahreszeiten der menschlichen Natur, Arun-Verlag, 368 S., gebunden, Schutzumschlag, ISBN 3-927940-64-X

 

Die Schwelle

freie Praxis für rituelle Einzelbegleitung und Beratung

a) In Einzelsitzungen mit Holger Heiten, werden die Erfahrungen aus Natur-Aufgaben gemeinsam ausgewertet und vertieft.
b) Hochzeiten, Trennungen, Geburten, Bestattungen, Prüfungen und ähnliche Übergänge, können gemeinsam rituell gestaltet und ggf. aktiv begleiten werden.

Preis pro Stunde, je nach Einkommen: 55,- bis 75,- €.
Ort: Eschwege Institut oder nach individueller Vereinbarung.

Die SchwelleHäufige Fragen von Interessierten:

Was ist eine Naturaufgabe?
Eine Natur-Aufgabe kann inhaltlich gemeinsam und entlang der individuellen Problemstellung entwickelt werden. Holger Heiten kann dabei auf einen profunden Erfahrungsschatz seiner langjährigen Arbeit mit Naturritualen zurückgreifen. Immer wird für eine Natur-Aufgabe die rituelle "Schwelle" überschritten, hinter der jede Wahrnehmung und jede Begegnung mit Wesen in der Natur, als "von tieferer Bedeutung" gelten. Die Erfahrungen aus dieser "Schwellenwelt", werden von Holger Heiten nicht interpretiert, sondern mit Dir gemeinsam ausgewertet und vertieft, da es sich ja um die einzigartige Spiegelung Deiner Wahrheit handelt.

Was ist "der Spiegel", bzw. das "Selbst so" der Natur?
Die innere Seelenlandschaft eines Menschen kann unter bestimmten Voraussetzungen als in der äußeren Landschaft widergespiegelt wahrgenommen werden. Teile dieser Landschaft, die einem noch nicht bekannt sind, können so bewusst wahrgenommen und untersucht werden. Oft handelt es sich dabei um Teile, die man sich von keinem anderen Menschen hätte aufzeigen lassen. Deshalb wird die Natur, die keine moralischen Wertungen und Urteile kennt, als Spiegel bevorzugt. Die Natur ist "Selbst so", wie die alten Chinesen sagten.

Im Erkennen eigener Potentiale liegt der Schlüssel zu selbstheilenden Konsequenzen?
Rumpelstilzchen verlor an Macht, als man ihn beim Namen nennen konnte. Manchmal müssen wir uns dem Schatten stellen, dem zu begegnen wir sonst mit allen Mitteln vermeiden, damit wir ihn erkennen und beim Namen nennen können. Die Lebensenergie, die für aufwendige Vermeidungsstrategien aufgewandt wurde, kann frei gesetzt werden. Das Elixier neuen Lebens, oder der Schatz, der wie in Märchen und Mythen, von solchen "Drachen" (Schatten) bewacht wurde, kann in Besitz genommen werden. In uns allen schlummern Potentiale und auch Sehnsüchte, uns mit abgespaltenen Teilen, wieder zu verbinden. Gelingt diese Verbindung, ist Heilwerdung geschehen.

Warum sollte ich die Übergänge in meinem Leben genügend würdigen?
Alles in uns will wachsen und drängt vorwärts auf dem Lebensweg. Gleichzeitig drängt, weil wir selber Natur sind, alles in uns nach Gleichgewicht und Ausgeglichenheit. Jeder Wachstumsschritt auf unserem Weg löst aber mehr oder weniger große "Krisen" zeitweisen Ungleichgewichts aus. Solche Krisen sind gut und notwendig und sollten als solche gewürdigt werden. Sie als lästig zu verdrängen, führt meist zu Verschlimmerungen in Form von Langzeitkrisen.

Wie können Übergänge gemeinsam rituell und ggf. aktiven begleitet werden?
Einige wichtige Ereignisse im Leben entfalten ihre Kraft erst richtig, wenn sie rituell entsprechend gestaltet werden. In früheren Zeiten übernahmen oft Pfarrer oder Priester diese wichtige Aufgabe. Vielen heutigen Menschen ist die Kirche, bzw. sind deren standardisierten Rituale jedoch nicht mehr bedeutsam genug. Für Hochzeiten, Trennungen, Geburten, Bestattungen, Prüfungen und ähnliche Übergänge wünschen viele Menschen sich heute ein individuell auf ihre Bedürfnisse, Glaubensvorstellungen und Ansprüche zugeschnittenes Ritual. Holger Heiten kann Sie aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung mit der Gestaltung von Ritualen entweder dahingehend beraten, dass Sie "Ihr" Ritual selber durchführen können, oder er übernimmt auf Ihren Wunsch die Durchführung desselben.

 

 

Auf der Fährte der wilden Frau

Auf der Suche nach dem eigenen Seelenfeuer, die Wolfsfrau in dir entdecken

Wolfsfrauen trauen ihrer Intuition. Sie besitzen gutes Gespür und verlassen sich auf sämtliche Sinne. Wenn der Alltag das Feuer ihrer Seele bedroht, machen sie sich auf den Weg, es neu zu beleben. Die Natur als unsere Lehrmeisterin und als unser Spiegel wird uns zurückführen zu unseren ursprünglichen Lebenskräften.

Wir lassen uns von der Heldin einer Geschichte, eines Märchens an die Hand nehmen und gehen ihre Wege, die im Grunde unsere eigenen sind.

Weggehen vom Gewohnten, heraus aus der Gruppe, allein bei Wind und Wetter unterwegs sein. Wenn wir zurückkommen mit den gefundenen Schätzen der Erfahrungen und angefüllt mit neuer Lebenslust, werden wir lernen, dieser neuen Kraft einen Platz im Alltag zu geben.

Nähere Informationen:
Die wilde Frau ist die ganzheitliche, heile, heilige Frau die ihre ursprünglichen Kräfte und Gaben gefunden hat und lebt. Die nach eigenen, instinktiven Rhythmen lebt, und diese weder durch Druck von außen oder innen aufgibt.

laufen - stillstehen
tätig sein - faulenzen
geben - nehmen
anteilnehmen - abgrenzen

Die wilde Frau in sich zu suchen und zu finden ist "Seelenarbeit"
Normale Wildnatur ist ständige innere Weiterentwicklung. Wir müssen ständig auf der Suche sein, Zyklen erkennen, Rhythmen leben, sich selbst auf den Grund gehen, reflektieren. Narben und Verletzungen sind Türen zur Welt der wilden Frau. Träume die wiederkehren, Liebe zu Himmel und Erde, so, dass es weh tut, Sehnsucht nach der berstenden Fülle des Lebens..........

In diesem Seminar, kommen diverse bewährte Herangehensweisen zum Tragen, um sich an dieses Thema heranzutasten.

Nach einer kreativen und gründlichen Vorbereitungsphase und der Einführung des naturpsychologischen Models des Medizinrades (bzw. der vier Schilde der menschlichen Natur), wird im Kern der Veranstaltung mit dem Märchen "Die schöne Vasalisa" gearbeitet. Dazu werden entsprechende Teile ihrer Geschichte auf das Medizinrad eingeordnet und so deren archetypischen Bedeutungen herausgearbeitet.

Dann beginnt für jede Teilnehmerin eine spannende Reise der Selbsterfahrung durch das Rad, auf den Spuren Vasalisas. Wir wollen spielerisch auf diese Reise gehen, mit Singen und Tanzen, Körperarbeit und Aufgaben in der Natur, auch manchmal im Dunkeln....

Schritt für Schritt durchlebt so jede Frau die verschiedenen archetypischen Anteile ihres Frauseins, erinnert diese förmlich, um sich selbst aus ihnen am Ende wieder neu und gestärkt zusammenzusetzen. Schließlich wird es dann um die Incorporation des Erfahrenen gehen, wird es darum gehen, wie das Erfahrene in den Alltag übersetzt werden könnte.

Es entsteht ein unterstützender Kreis wilder Frauen...............

Datum: 13. - 16.05.2010 (4 Tage)
Leitung: Anna Karin Belke & Gesa Heiten
Ort: Eschwege-Institut
Preis: 295,- €, zzgl. Unterkunft u Vollverpflegung

 

„Die Vier Schilde des Mannseins"

Eine 5´tägige initiatische Reise durch das Rad männlicher Archetypen

Die „Vier Schilde des Mannseins“ ist ein intensives Selbsterfahrungsseminar das ausdrücklich dafür konzipiert wurde, dass Männer die Natur ihres Mannseins, mit ihren Licht- und Schattenseiten und ihren Ungleichgewichten, nochmal mit Leib und Seele erfahren.

Natürlich ist es Inhalt des Seminars, auch theoretisch in die männerspezifischen „Vier Schilde“ und die Archetypenlehre einzusteigen, doch nur um ein genügend starkes Fundament für einen herausfordernden Selbsterfahrungsprozess zu schaffen, der den Mut und die Ehrlichkeit des ganzen Mannes verlangt.

Wer sich anmeldet bekommt eine vorbereitende Naturübung als Hausaufgabe, mit deren Ergebnissen wir im eigentlichen Seminar beginnen werden. Dann werden wir eine thematische Selbsterfahrungsreise entlang der Vier Schilde beginnen.

Im Südenschild wird es um Körper- und Selbstwahrnehmung, um Sinnlichkeit und Sexualität, aber auch um das Thema Konkurrenz und im wahrsten Sinne des Wortes um das miteinander Ringen gehen.

Im Westenschild wird es darum gehen, sich um seiner selbst willen unbeliebt, ja selbst schuldig machen zu können. Es wird darum gehen sich in einem mehrstufigen Prozess von der leiblichen Mutter zu lösen und sich fortan mehr als Kind der großen Mutter zu verstehen, sich mit der väterlichen Wunde zu befassen, sich schließlich auch in einem mehrstufigen Prozess vom Vater zu lösen und die Wunde in Kraft für den eigenen Weg zu verwandeln.

Im Westenschild vollzieht sich der Übergang vom „Draufgänger“ zum „erfahrenen Krieger“, der schließlich um seine Begrenzungen weiß, besonnen handelt, um Hilfe bitten kann und schließlich der „königlichen Kraft des Nordenschildes“ die Treue schwören kann. Damit könnte ein Mann an die vorderste Front der männlichen Linie seiner Dynastie treten, er ist bereit die Verantwortung für alles was er je beschlossen hat und je beschließen wird zu übernehmen.

Doch ein Mann braucht den Segen seines Vaters, er muss es gut machen mit ihm, um den Anschluss an die Linie der männlichen Ahnen sicherzustellen. Manche Männer hungern ein halbes Leben danach und nicht selten unbewusst noch lange nach Vaters Tod. Männer leisten unbewusst unglaubliches, um die Aufmerksamkeit und Zustimmung des Vaters zu erhalten und doch müssen viele ohne diesen Segen zurechtkommen.

Es bleibt eine rituelle Chance, und genau dazu werden die Teilnehmer des Seminars allein und fastend zu einem herausfordernden initiatischen Ritual in die Natur hinausziehen, das sich durch eine ganze Nacht ziehen wird.

Nachdem die Erlebnisberichte von diesem Ritual im feierlichen Rahmen gehört und vertieft wurden, kann der neue Status des Mannseins miteinander gefeiert werden.

Schließlich wird der so bestätigte Weg noch aus dem Ostenschild beleuchtet und alle Männer werden auf die Rückkehr in ihren Alltag vorbereitet.

Sie selbst, ihre Kinder und ihr Umfeld werden von der Präsenz eines reifen Mannes, Vaters und Ehemannes profitieren.

Datum: 01.09. - 05.09.2010
Leitung: Peter Gimmi & Holger Heiten
Ort: Eschwege-Institut
Preis: 345,- €, zzgl. 176,- € Unterkunft u Vollverpflegung

 

Selbst – So, Zen und Naturerfahrung

„Das chinesische Wort für Natur, zi-ran, bedeutet Selbst-So…
Die Grundannahme lautet ungefähr so: Sie und ich sind Selbst-So. Die Sonne der Mond und die Sterne sind Selbst-So…
Wenn Sie nach Selbst-So Ausschau halten wollen, müssen Sie die Masken und Kostüme entfernen, die es benutzt, um sich auszudrücken und zu verteidigen. Sie müssen Farbe, Gestalt und Spezies herunter schälen. Sie müssen das Fleisch, die Knochen, das Blut, die Zellen, das Chromosom, das Molekül, sogar das Quark entfernen. Unter all dem können Sie dann das Zentrum des Lebenskreislaufs finden, das Wesenhafte, die Kraft, die Intelligenz, den Geist – das Selbst-So“
(Die Vier Schilde, Steven Foster und Meredith Little)

„Die Einzigartigkeit von Zazen liegt in folgendem: Der Geist wird dabei aus der Knechtschaft aller und jeglicher Gedankenformen, Visionen, Dinge und Vorstellungen befreit, wie heilig und erhaben sie auch sein mögen, und in einen Zustand vollkommener Leere versetzt, aus dem allein heraus er eines Tages seines eigenen wahren Wesens oder des Wesens des Weltalls innewerden kann.“
(Die drei Pfeiler des Zen, Philip Kapleau)

„Die Naturlandschaft als Spiegel der Seelenlandschaft ermöglicht Expeditionen in jene innere Regionen, die aktuell ins Bewusstsein drängen und Wandlungsprozesse einleiten wollen. Sie können durch reines Nachdenken nicht erfasst werden, weshalb die Arbeit mit dem Spiegel der Natur Chancen bereit hält…“
(Broschüre Eschwege Institut, Holger und Gesa Heiten)

Sowohl das regungslose Sitzen, Zazen, als auch der Gang über die Schwelle zur Naturerfahrung sind kurz gesagt Methoden der Körper-Geist-Schulung, deren Ziel Selbst-Wesensschau ist.
In dem hier angebotenen Wochenendexperiment wollen wir die eine oder die andere bewährte Art der Wesensschau kennen lernen um durch zwei „Kanäle“ Zugang zum Selbst-So zu erhalten – dem Östlichen/Inneren durch Zazen und dem Westlichen/Äußeren durch Naturbetrachtung.
Die gemachten Erfahrungen sind nie mit einer Zielerreichung abgeschlossen sondern dienen wieder und wieder als Grundlage für die nächste Erfahrung. Ziele sind somit als Prozesse zu verstehen, die sich im Inneren und Äußeren unserer Selbst sichtbar machen.

Termin: 04.11. - 07.11.2010
Leitung: Nellie Bloem-Zimmermann, Holger Heiten, Dirk Meier
Kursgebühr: 295,- €, zzgl. Unterkunft u Vollwert- Vollverpflegung
Kursort: Eschwege-Institut

 

Vision und Psychose

Ein psychologischer Notfallkoffer zum Erkennen von und zum Umgang mit psychisch pathogenen Symptomen
In diesem Seminar geht es um das Erkennen und den Umgang mit psychotischen Erfahrungen bei Teilnehmer/innen in, während oder nach der Arbeit mit Visionssuchen und ähnlichen Angeboten initiatischer Naturarbeit.
Das Seminar richtet sich an Visionssuche-Leiter/innen, oder solche die es werden wollen und sich in Bezug auf ihr Arbeitsfeld mit der Frage beschäftigen wollen, wie Visionen, Seins - Erfahrungen und andere tiefe Erfahrungen von psychisch pathogenen Symptomen unterschieden werden können.

Dazu wird Renata Jenny, angefüllt mit Praxisbeispielen, einen halben Tag Theorie und Hintergrundwissen zu folgenden Fragen und Punkten vermitteln:

- Was ist eine Psychose, was ist Psychopathologie?
- Wie äußert sich eine Psychose?
- Wer ist psychosefähig?
- Wie und wann kann eine Psychose entstehen?
- Psychose als spirituelle Krise
- Wie können visionäre und psychotische Erfahrungen voneinander unterschieden werden?
- Was ist Psychiatrie, was eine sog. Zwangsspritze und wie kann sie erlebt werden?

Renata verfügt über einen großen Schatz an Geschichten aus der Praxis, die diese Inhalte veranschaulichen können.

In einem weiteren Teil des Seminars geht es darum, sich einer Selbsterfahrung anzunähern, die verstehen hilft, wie sich eine Psychose anfühlt und zwar sowohl für den psychotischen Menschen, als auch für die Menschen, die dies von aussen miterleben. Dazu werden verschiedene kreative Medien, von Malen / Zeichnen, körperlichem Ausdruck, bis hin zu Rollenspielen genutzt.

In diesem Erleben, erschliesst sich dann auch so was wie der ganz persönliche psychologische Notfallkoffer, denn der Umgang mit psychopathogenen Symptomen ist letztlich immer ganz individuell. Maßgeblich sind die eigene Haltung und die individuellen Gegebenheiten der Situation.

Auf diese Weise können die Teilnehmer/innen lernen, wo ihre Stärken und wo ihre Schwächen liegen, um so ihren eigenen Weg im Umgang mit der Thematik zu entwickeln.

In diesem Zusammenhang wird es als Schutz vor der eigenen Verwicklung, zwangsläufig auch um die Entwicklung des, bzw. die Arbeit mit dem „Inneren Zeugen“ gehen.

Weiterhin wird es auf der Basis des bis dahin erarbeiteten darum gehen, welche grundsätzlich richtigen Gegenmaßnahmen, im Falle von auftretenden psychopathogenen Symptomen ergriffen werden können, bzw. viel mehr was gewissermassen „no go’s“ wären.

Schliesslich wird dann besprochen, an wen man sich in solchen Fällen wenden muss, welche Grenzen der Verantwortlichkeit nicht überschritten werden dürfen und somit auch, welche rechtliche Seite bei der Thematik berücksichtigt, bzw. ernst genommen werden muss.

Dieses Seminar ersetzt keine psychotherapeutische Weiterbildung sondern will vermitteln, was im Falle auftretender psychotischer Symptome im Sinne einer Erstversorgung getan, bzw. gelassen werden sollte.

Hausaufgabe: Erinnere Dich einer eigenen Erfahrung mit Psychose, entweder bei Dir selbst, oder bei jemand anderem! Beschäftige Dich dann mit folgenden Fragen: Was hast Du befürchtet? Was hast Du gefühlt? An welche Grenzen bist Du gekommen?

Mitbringen: Farben, Kreiden, Malpapier

Alles weitere bezüglich Unterkunft und Verpflegung, Anreise usw. nach Eingang der schriftlichen Anmeldung.

Renata Jenny Renata Jenny
Geboren in der Schweiz. Jhg 1954. Wollte schon als 10jährige Schauspielerin werden und setzte dies mit dem Max Reinhard Seminar, Wien um. Viel Theaterarbeit in Deutschland, Österreich, Italien, USA und der Schweiz. Arbeit als Clownin und als Tänzerin in Rom und New York.
Später holte sie die gesamte Ausbildung zur Jungschen Psychotherapeutin für Erwachsene, Kinder und Jugendliche in Zürich und Küsnacht (C.G. Jung- Institut) nach. Seit 10 Jahren beschäftigt sie sich mit Visionssuchen, schamanischer Arbeit und dem Medizinrad.

Termin: 26.11. - 28.11.2010
Leitung: Renata Jenny
Maximale TeilnehmerInnenzahl: 16
Kursgebühr: 265,- €, zzgl. Unterkunft u Vollwert- Vollverpflegung
Kursort: Eschwege-Institut