Veranstaltungskalender

Visionssuche

Es gibt Zeiten, wo Du den Durchgang durch tief greifende Veränderungen, akzeptieren, vollziehen, ja manchmal sogar feiern musst. Du weißt dann, dass Du Dein bisheriges Leben verlassen musst, doch wohin soll die Reise gehen? Visionssuche ist die uralte Weise, alle Ablenkung zurückzulassen, allein und fastend in die Wildnis zu gehen, um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten.

Wir wachsen durch solche Übergangskrisen. Das griech. Wort „crisis“ kann als Entscheidung übersetzt werden, aber richtiger mit: „Es entscheidet sich“. Krisen sind jene Schwellenzustände, in denen das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht trägt. Jeder Entwicklungsschritt und jede Heilung setzt eine Entscheidung zwischen beidem voraus.

Neben den biologisch bedingten Übergängen, wie Pubertät, Elternschaft, Wechseljahre und Alter, durchleben wir vielleicht auch andere, individuelle , wie Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel, der Verlust geliebter Freunde bzw. Familienangehöriger, Unfälle, Krankheiten und ähnliches mehr.So gehen wir alle im Leben durch z.T. dramatische Wandlungskrisen, alte Verwurzelungen, Sicherheiten und Gewohnheiten werden brüchig, Abschied und Neuausrichtung stehen noch nebeneinander und verlangen mit der Zeit nach Ent-Scheidung.

Visionssuche Ablauf

In der Vorbereitungszeit erlernst Du ein Sicherheitssystem und ansonsten lässt Du alles, was Du schon über Dich wusstest, zurück.

In der einsamen Stille, wird dann der ehrliche Spiegel der großen Natur zur untrüglichen Informationsquelle über alles, was Du eben noch nicht bewusst von Dir wusstest. Während dessen wachen wir Leiter im gut erreichbaren Basislager und sorgen für physische Sicherheit.

In der Nachbereitung wirst Du Deine Geschichte in feierlicher Runde erzählen und auf Deine Rückkehr in den Alltag vorbereitet.

Die Visionssuche ist eine moderne Form der Übergangsrituale unserer Vorfahren. Sie folgt, frei von traditionellem Beiwerk, schlicht dem Grundmuster, das allen bekannten Übergangsritualen zugrunde liegt. Im Kern eines 12-tägigen Rituals, gehen wir, wie einst Buddha, Jesus oder Mohamed, fastend und allein, nur mit der nötigsten Ausrüstung, in die Wildnis und zwar für vier Tage und Nächte.

Die Zeit davor dient der inneren und äußeren Vorbereitung, die sich neben den wichtigen Sicherheitstrainings und Naturübungen, um Klärung, würdevollem Abschied von Altem und um die Entschleunigung in die Einfachheit dreht. Alles, was wir bereits über uns wissen, kann dort zurückgelassen werden. Getreu unserer Philosophie, dass ein Gefäß erst leer geworden sein muss, um mit Neuem gefüllt zu werden, nehmen Visionssucher/innen, abseits aller üblichen Ablenkung, die innere Geste einer aufnahmebereiten leeren Schale an. In dieser Stille wird der ehrliche Spiegel der großen Natur zur untrüglichen Informationsquelle über alles, was wir eben noch nicht bewusst über uns wussten.

Wir sind gewohnt uns in Krisenzeiten den Kopf darüber zu zerbrechen, was wir eigentlich mit unserem Leben anfangen wollen. In der Visionssuche hingegen, geben wir dem Leben einmal die Gelegenheit uns mitzuteilen, was es eigentlich mit uns anfangen will. Die Visionssuche ist eine echte Alternative zu unserer Gewohnheit, etwas zu konsumieren, bzw. zu meinen etwas tun zu müssen, wenn uns was fehlt. Während einer Visionssuche geht es jedoch gerade darum leer zu werden und eher zu "lassen", als etwas zu tun.

So haben die meisten Teilnehmer/innen auch gar nicht soviel Angst, in der kurzen Fastenzeit zu verhungern, sondern vielmehr vor dem, was hochkommen wird, wenn man sich nicht mehr durch ständiges Tun davon ablenken kann. Dieses Furchterregende, was da ständig vermieden werden muss, dieser bedrohliche Schatten ist es aber, was mit dem Drachen der alten Mythen und Märchen zu vergleichen ist. Erst wenn die Held/innen der Visionssuche diesem Drachen standhalten, kann auch hier das gesuchte Elixier in Besitz genommen werden, welches von diesem Drachen oft einfach nur bewacht wurde. Gerade diese Begegnung sorgt dafür, dass nicht dieselbe Person in die Gemeinschaft zurückkehrt, die einst in die Wildnis auszog.

In der Nachbereitungszeit, werden die Geschichten der persönlichen Heldenreisen in feierlicher Runde gehört und bezeugt. Durch eine "Spiegeln" genannte Technik, werden die darin enthaltenen Gaben verdeutlicht und vertieft, nie jedoch interpretiert. Am Ende wird sich dem schwierigsten Teil der Visionssuche gewidmet, nämlich der Integration des Neuen in den Alltag Zuhause. Die Teilnehmer/innen einer Visionssuche können noch für das ganze folgende Jahr die Betreuung durch ihre Leiter in Anspruch nehmen.

Empfehlenswerte Literatur

Buch
Steven Foster & Meredith Little, Visionssuche, Sinnsuche und Selbstfindung in der Wildnis
Arun-Verlag, ISBN 3-935581-09-2, Foster und Little haben ausführliche pankulturelle Studien zu Initiations- und Übergangsriten betrieben und haben von nordamerikanischen Indianern gelernt. Mit ihrer theoretischen und praktischen Arbeit haben sie den archetypischen Kern der Visionssuche für uns sichtbar und diesen Übergangsritus für Menschen der westlichen Industriekultur praktisch zugänglich gemacht. Mehrere tausend Menschen aller Hautfarben und verschiedenster Glaubensanschauungen haben sich unter ihrer Anleitung in die Wildnis begeben.

Buch
Sylvia Koch-Weser & Geseko v. Lübke, Vision Quest,
Droemer Knaur Taschenbuch, ISBN-13:978-3-426-87264-2, ISBN-10:3-426-87264-1, 10,95 €

Buch
Steven Foster & Meredith Little, Der heilige Berg, Visionssuche-Handbuch für Erwachsene
Bestelladresse: Irmtraut Schäfer, Seestr. 8, 80802 München)

Die verschiedenen Visionssuche-Angebote im Detail

Im Herzen Deutschlands

Termin: 25.07. – 05.08. 2012
Leitung: Gesa & Holger Heiten.
Kosten: 790,- € zuzügl. 238,- € Unterkunft und Nutzungsgebühr an Waldbesitzer
Ort: Eschwege Institut Hessische Schweiz,
Hinzu kommen Eigenkosten für Anreise und Selbstverpflegung für die ersten 4,5 Tage

Eschwege InstitutDie Vorbereitung
Zur Vorbereitung treffen wir uns in unserem idyllisch gelegenen Institut in der hessischen Schweiz, nahe dem hohen Meißner und dem Nationalpark Hainich. Wir verfügen dort über eine eigene Gästeunterbringung, mit Gruppenräumen, Sauna, Kamin, großem Garten mit Feuerstellen überdachten Freisitzen etc. und viel Wald.

Dort werden wir die innere und äußere Vorbereitung auf die einsame Zeit im Wald vornehmen.
Aspekte der Sicherheit stehen dabei ebenso im Vordergrund, wie die innere Arbeit an den Themen, die mit der Visionssuche zurückgelassen, bzw. bestätigt werden sollen.

Eschwege Institut VisionssucheDer Visionssuche-Ort
Im Norden Hessens, dem waldreichsten Bundesland, erstreckt sich eine "Caspar David Friedrich-Landschaft", wie man sie in Deutschlands Mitte schon gar nicht mehr vermuten würde. Diese weite verschlafene Landschaft, mit ihren nahezu menschenleeren Wäldern und Wiesen, wurde vom hungrigen Tourismus bisher völlig übersehen und bietet wohl eine der besten Möglichkeiten, in heimischen Wäldern zu einer Visionssuche aufzubrechen.

So ist das Visionssuche-Gebiet auch ein abgeschiedenes, sanft hügeliges Gelände mit altem Eichen-Buchenwald sowie eingestreuten Feldern und Lichtungen. Zu dem großen Wildbestand gehören auch Besonderheiten wie Uhu, Wanderfalke, Wildkatze Schwarzstorch und Waschbär.

Wir halten es für sehr wichtig, einen solch intensiven Übergangsprozess wie die Visionssuche, möglichst auch in heimischen Wäldern anbieten zu können, wenngleich es aus klimatischen Gründen leider nur im Sommer möglich ist. Zur Zeit unsrer Vorfahren war Mitteleuropa zu etwa 80 bis 90 % mit Wald bedeckt. Dieser Lebensraum hat die Art unserer Sprache und unsere Kultur stark beeinflusst und noch heute sind wir in kollektiv unbewusster Weise mit dieser seelischen Urlandschaft verbunden.

Eschwege_Institut_LandschaftMit einiger Sicherheit fanden die damals selbstverständlichen Übergangsrituale unserer Vorfahren in eben diesen Wäldern statt, weshalb wahrscheinlich ein morphisches Feld kollektiver Erinnerung betritt, wer in solchen Wäldern zu seiner Visionssuche antritt.

Es ist im Übrigen auch leichter sich später, z.B. bei einem Spaziergang, wieder mit der Landschaft rückzuverbinden, in der man einst gefastet hat.

Wir würden uns freuen Sie in diesem Prozess zu begleiten.

 

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FindhornVisionssuche in Findhorn / Schottland

Datum: 14. – 25.08. 2012
Leitung: Holger Heiten und Christiane Brosat
Kurssprache: Englisch und Deutsch
Kosten: 790,- €, zzgl. Selbstverpflegung u. 185,- € für Unterkunft und Transport zum Visionssuchegebiet

 

Findhorn BuchtDer Visionssuche Ort
Die Strände des Moray Firth, nahe Findhorn Bay, genießen den mikroklimatischen Einfluss eines Golfstromablegers. Wie im nahen Findhorn scheint hier die Sonne häufiger als an den meisten anderen Orten Großbritanniens. Wir werden mit einem Boot über die Findhorn Bay zum Visionssuchegebiet gebracht werden. Dort wird es die Möglichkeit geben sich in den ans Meer grenzenden Kiefernwäldern einen Platz zu suchen. Das Meer, als denkbar urtümlichste Landschaft und Urheimat allen Lebens, bietet einen einzigartigen Rahmen für die Rückverbindung mit jener Heimat in Dir.

Findhorn BuchtUnterbringung und Ort der Vor- und Nachbereitung
Im Findhorn Hostel, direkt in Findhorn Village, mit schöner Aussicht auf die Findhorn Bay und nahe der weiten Dünenlandschaft zwischen Bay und Meer.
Findhorn Bucht

 

 

Das Hostel ist mit einer Selbstversorger-Küche und modernen Bädern ausgestattet. Die 4 Schlafräume sind mit so vielen Stockbetten bestückt, dass jeder/jede eines ganz für sich haben kann. Die Gruppenzusammenkünfte werden in der "Earthlodge", bei den Whisky-Fass-Häusern in "The Park", dem Herzen der Findhorn Gemeinschaft, stattfinden. Die Earthlodge ist halb unter und halb über die Erde gebaut. Die runde Seitenwand besteht aus riesigen Findlingen. Im Lichtdurchlässigen Dach ist eine Rauchklappe als Abzug für das Lagerfeuer in der Mitte des Raumes. Wir werden die Gruppenzeiten so planen, dass wer will, an den täglichen Veranstaltungen in der Findhorn-Gemeinschaft, wie z.B. Taizé-Singen, Meditationen, Sacret Dance etc., teilnehmen kann.

FindhornWas ist Findhorn?
Findhorn, die seit 1962 bestehende berühmte internationale Gemeinschaft, liegt im Norden Schottlands, ca. 45 Km östlich der Stadt Inverness an der Findhorn Bay und um die Kleinstadt Forres herum. Findhorn ist ein internationales, renommiertes Zentrum für persönliche und spirituelle Transformation.

Die Findhorn-Gemeinschaft ist mit hunderten Mitgliedern als beispielhaftes Projekt für das friedliche Zusammenleben von Menschen aller Nationen, Religionen und Kulturen, in enger Zusammenarbeit mit den Kräften der Natur und auf der Basis essentieller spiritueller Grundannahmen, als "N.G.O." in den Vereinten Nationen vertreten.

FindhornUm mehr über Inhalt, Angebote und Struktur der Findhorn Gemeinschaft zu erfahren, besuche einfach deren Homepage: www.findhorn.org

Wichtige Daten und Reise-Hinweise
FindhornWir treffen uns am Dienstag dem 14. August, mittags um 15.00 Uhr, im "Findhorn Hostel" in Findhorn Village (im Old Schoolhouse bei der Dorfkirche, Eingang von hinten über den Parkplatz, dort einfach unseren Hinweis-Schildern folgen), mit allen auswärtigen Teilnehmer/innen. Wir haben es so geplant, dass auswärtige Teilnehmer/innen erstmal Zeit haben sollen, anzukommen und sich in der Findhorn Gemeinschaft umschauen können. Für alle Interessierten, bieten wir eine Führung an. Zusammen mit den Teilnehmer/innen aus Findhorn, beginnt die Visionssuche dann am frühen Abend um 20:00 Uhr mit der ersten Runde. Am 25.08. werden wir das Ritual um ca. 13:00 Uhr beenden.

Findhorn Findhorn

 

 

 

 

Jugendvisionssuche

Alter: 16 bis 25 Jahre

Eschwege Landschaft 2Wie bin ich als selbstverantwortliche Frau, bzw. als selbstverantwortlicher Mann? Für welche Ziele, Träume und Aufgaben will ich aus dem Schutz und Einfluss meines Elternhauses heraustreten und meinen eigenen Weg gehen? Wie kann ich diesen Übergang bewusst und würdevoll gestalten und ihn vor den Menschen, die mir lieb sind, bezeugen? Diese Fragen sind so alt wie die Menschheit selbst. Seit jeher antworteten die verantwortlichen Älteren darauf mit dem Angebot eines Übergangsrituals, das es den beteiligten Jugendlichen und ihren Eltern erleichterte, die notwendige Loslösung voneinander in Würde zu vollziehen. Die Visionssuche für Jugendliche ist eine moderne Form solcher alten Übergangsrituale. Zugleich ermöglicht es den jungen Erwachsenen, eigenen Sinn und eigene Richtung für die nächsten Schritte auf dem eigenen Weg zu finden.

Eschwege WaldDie Visionssuche
Anthropologisch gesehen ist es ein Übergangsritus, ein Übergang zum nächsten Stadium im Leben. Er beinhaltet immer ein "Leerwerden" von Altem und ein sich "Öffnen", für das Neue und noch Unbekannte. Visionssuche ist die uralte Art, den gewohnten Schutz der Gemeinschaft und die vielen Ablenkungen des Alltags, hinter sich zu lassen, und sich, nur mit dem Nötigsten ausgerüstet, für einige Tage, allein und fastend in die Wildnis zurückzuziehen. Dort wirst Du, in wilder Einsamkeit, ohne die Möglichkeit, Dich mit Essen, Lesen oder ähnlichem abzulenken, Dir selber begegnen. Sich dieser, für manche furchterregenden Begegnung zu stellen, ist zweifellos ein wertvoller und würdiger Test Deines Charakters, und der Art, wie Du als Frau oder Mann bist.

Durch die Einfachheit und die Abwesenheit von überflüssigem Input, wirst Du mit den Tagen, nicht nur im Magen, sondern auch im Geiste, leer werden und um diese Leere geht es. Denn erst wenn ein Gefäß leer ist, kann es mit Neuem gefüllt werden und erst wenn Du aufhörst, Dir den Kopf zu zerbrechen, was Du mit dem Leben anfangen willst und Du ganz still wirst, kann Dich das Leben darüber informieren, was es mit Dir anfangen will.

Solche Information, solch eine Einsicht, nennen wir eine Vision, sie ist für uns nichts weiter, als zu wissen, was als nächstes zu tun ist. Eine Visionssuche ist die ideale Gelegenheit, Dich in Deiner ganz eigenen Form von Deinen Eltern und von der alten Rolle des noch nicht selbstverantwortlichen Kindes, zu lösen. Es ist daher ein eben so uralter Vorgang, dass die Eltern zum Ende der Visionssuche eingeladen werden. Sie, oder mit wem auch immer Du bisher zusammen lebtest, werden Zeuge sein, wenn Du, als erneuerte Person, morgens aus der Wildnis zurückkehrst und später Deine Geschichte im Kreis der Gruppe und der Ältesten erzählst.

Eschwege Landschaft 3 Da solche Übergangsriten schon immer die Geschichte menschlichen Zusammenlebens begleiteten, sind sie tief in der menschlichen Natur verankert. So begegnen sie Dir als das Grundmuster fast aller Märchen und Helden-Mythen, in denen auch jeweils die Hauptfigur der Geschichte, alles Alte und Gewohnte hinter sich lassen muss, um in etwas Neues und Unbekanntes vorzudringen.

Meist folgt sie dabei einer Art Ruf, muss gewisse Prüfungen bestehen, erhält die Hilfe von Helfern in der Natur und muss fast immer der Begegnung mit etwas Furchterregendem, mit einem Schatten oder einem Drachen bestehen. Ist diese Hauptprüfung bestanden, so findet die Figur das Elixier oder den Schatz, meist hinter diesem Drachen, der ihn bis dahin bewachte. Erst jetzt weiß die Figur, dass es dieses Elixier war, um dessen Willen sie einst ausgezogen war. Wenn der Held oder die Heldin solcher Märchen und Mythen dann dieses Elixier zu ihren Leuten mit zurück bringt, dann kommt er oder sie nicht mehr als die Person zurück, die sie vorher war. Der Junge kehrt als Mann, das Mädchen als Frau, der Prinz als König, die Prinzessin als Königin zurück.

Eschwege Landschaft 4Der Ablauf
Die ersten drei Tage bereitest Du Dich innerlich und äußerlich vor, wirst vertraut mit dem Gelände, wie Du mit dem Spiegel der Natur arbeiten kannst und übst Sicherheitsregeln. Danach gehst Du drei Tage und Nächte hinaus, um allein in der Wildnis zu fasten. Die Leiter der Gruppe werden in einem für Dich leicht erreichbaren Basislager, Tag und Nacht Wache halten. Wenn Du zurückkommst, wirst Du in der Gruppe Deine Geschichte erzählen. Ein Rat von Älteren wird Dir zuhören. Auch Deine Eltern können dabei sein. Am Ende wird es darum gehen, wie Du Deine Vision in Deinem alltäglichen Leben umsetzen kannst.

Hört sich gut an?
Alleine, leer, verletzlich in der großen wilden Natur? Kommt darauf an, was für ein Mensch Du bist.
Wenn Du Deine Grenzen erweitern willst, ohne Drogen, nur mit Hilfe der Kraft, die in Dir steckt und die Du in der großen Natur finden kannst, dann könnte dieses hier das Wachstums-Ereignis sein, nach dem Du suchst. Betrachte einmal die Tatsache, dass genau diese oder eine sehr ähnliche Erfahrung für tausende von Jahren ein Übergangsritus der Menschheit ins Erwachsensein war.

Unzählig viele junge Menschen aus allen Kulturen und Zeiten, haben schon vor Dir genau diese Erfahrung auf sich genommen, um ihre Kindheit hinter sich zu lassen. Auch Deine eigenen Ur-Vorfahren gingen so hinaus in die Wildnis, genau wie auch Buddha, Jesus und Mohammed es bei anderen Übergängen taten. Tue es, und es wird für den Rest Deines Lebens einen Eindruck hinterlassen. Du wirst diese Erfahrung wie einen Schmuck innen tragen, und man wird sie in Deinen Augen sehen können, in Deinen Handlungen, in der Frau oder dem Mann, die oder der Du wirst.

Wir arbeiten in der Regel nur mit kleinen Gruppen um 8-12 Personen. Erfahrungsgemäß füllen sich solch kleine Gruppen recht bald, weshalb wir die Anmeldung zu einem frühen Zeitpunkt empfehlen.
Ist die Klärung Deiner Termine noch nicht möglich, frage uns bitte nach einer unverbindlichen Vorreservierung. Bevor Du aus rein finanziellen Gründen auf eine Teilnahme verzichten willst, spreche bitte erst mit uns darüber, wir können oft eine finanzielle Unterstützung erwirken.

 

Veranstalter: Eschwege Institut
in Zusammenarbeit mit Übergänge e.V. Berlin
Termin: 21. – 28.06.2012
Leitung: Holger & Gesa Heiten
Kosten: 495,- € zzgl. 175,- € für Unterkunft und Selbstverpflegung
Ort: Eschwege Institut im Herzen Deutschlands

Hinzu kommen Kosten für die Anreise.

Aus dem Visionssuche-Handbuch
"Die moderne technokratische Kultur initiiert ihre Jugend nicht mehr. Sie stellt keine Erfahrung zur Verfügung, durch die junge Menschen durch die dunkle Nacht der Prüfung in die Freiheit und Verantwortung des Erwachsenseins gelangen können. Sie hat Dir keinen öffentlich anerkannten Durchgang angeboten, der so beängstigend war, dass Du gezwungen gewesen wärst, Dein eigenes Licht anzuzünden um sehend zu werden..."

"Du musst nicht das Verhalten so vieler "Erwachsener" verantwortlich machen für Deinen Zustand. Du bist immer noch Herr Deines eigenen Schicksals. Und Dein Ziel ist Reife. Du befindest Dich auf genau dem Weg, die Person zu werden, die Deine wildesten Träume über Dich selbst, über Deine Liebe für Dich selbst, für die Menschheit, für die Erde, erfüllen wird. Und Du weißt, dass die Straße lang und steinig ist, dass kein einfacher Weg zur Erleuchtung führt, dass Du immer im Prozess des wirklich Erwachsenwerdens sein wirst, wahrhaft menschlich, voll bewusst über Deine Aufgabe in diesem Leben."

Steven Foster und Meredith Little, (School of Lost Borders, USA)

 

FindhornEl Hierro Visionssuche

Datum: 14. – 28.11. 2012
Ort: El Hierro, Kanarische Inseln
Leitung: Holger Heiten und Sylvia Koch-Weser
Kosten: 790,- €, zuzüglich 245,- € für Unterkunft, Transport auf der Insel, Gruppenleihwagen und CO² Kompensation des Fluges über Atmosfair.

Hinzu kommen die Eigenkosten für Reise und Selbstverpflegung zu Beginn und Ende der Gruppe.

 

Die im November zu erwartenden durchschnittlichen Tagestemperaturen von 23°C, Nachttemperaturen von 18°C und Wassertemperaturen von 21°C, bilden gleichzeitig auch das Jahresmittel dieser Werte dort. Diese Durchschnittswerte bedeuten jedoch nicht, dass es nicht manchmal ungemütlichen Nebel, Nieselregen und starken Wind geben kann und andererseits nicht, dass es nicht auch mal bis zu 30°C heiß wird.

El Hierro El Hierro steht nicht nur zu fast 2/3 unter besonderen Naturschutz, sondern ist auch seit dem Jahr 2000, von der UNESCO, insgesamt als Biosphärenreservat ausgewiesen worden. Sie verfügt über weite menschenleere Landstriche, in denen gefährliche Tiere, wie z.B. Schlangen, nie vorkamen.

El Hierro Vor- und Nachbereitung werden auf einer alten Finca am Rande des Visionssuchegebietes stattfinden. Im Haus sind nur Notfall-Betten für Teilnehmer/innen mit körperlichen Gebrechen, weshalb alle anderen sich ihre Zelte auf dem Finca - Gelände aufbauen werden. Kläre mit uns ab, ob Du lieber in Deinem eigenen Zelt, also Deinem eigenen Raum, oder ob Du lieber im Haus, in einem Bett, aber mit anderen zusammen im Raum, schlafen willst, damit wir planen können.

El Hierro In der abgeschiedenen und urtümlichen Gegend des „El Rio“, stehen die alten Bäume in größerem Abstand zueinander und geben die grandiose Sicht auf die nahe Meeresküste, sowie auf die Vulkankegel-Mondlandschaft des äußersten Südens frei. Viele vulkanische Höhlen dort, wurden schon von den „Bimbaches“, den geheimnisumwitterten Ureinwohnern El Hierros bewohnt.
Durch den Gebirgszug im Zentrum der Insel geschützt, bietet sich diese menschenleere und stille Gegend als idealer Visionssuche-Ort an. Wo man dort die Sonne im Meer versinken sieht, kommt bis Amerika nur noch Ozean.

El HierroDie Anreise erfolgt über Teneriffa, wohin oft sehr günstige Flüge zu bekommen sind. Vom Flughafen Nord fliegen wir dann das letzte Stück mit einem Inselhopper von Binter Air weiter bis El Hierro. Von dort werden wir mit Leihwagen und Taxi zu unserer Finca im Süden der Insel fahren. Ein Leihwagen ist extra für die Gruppe eingeplant, damit Fahrten z.B. zum Supermarkt im nächsten Dorf möglich sind. Ab hier sind alle Kosten für Transport und Unterkunft auf der Insel, durch die 245,- € Pauschale abgedeckt. Bis El Hierro müssen die Teilnehmer/innen ihre Reise selber finanzieren.

El Hierro Wir empfehlen zur möglichst guten Koordination der Flüge zu den günstigsten Preisen, unser Stamm-Reisebüro: Eriks Reisebüro, Tel.: 06421 65789.

El Hierro Falls Du früher anreisen oder länger bleiben willst, wende Dich bitte wegen der Unterbringung an: Brigitte Hoyer, C/El Chamorro no. 55, E-38914 El Pinar / El Hierro, Islas Canarias, Espania, Tel.: 0034 922 558 143, Fax: 922 558 928, info@apartamentos-caracol.es, www.apartamentos-caracol.es

 

 

Vier SchildeDas Modell der „Vier Schilde“

Hinter der etwas metaphorischen Bezeichnung die „Vier Schilde“ verbirgt sich ein natur- und entwicklungspsychologisches Modell, welches von Steven Foster und Meredith Little aus einer Anzahl indigener sog. Medizinräder, in Kombination mit modernen anthropologischen und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen, entwickelt wurde. Gesetzmäßigkeiten des Lebens und der biographischen Wandlung können in einem Zyklus der „Jahreszeiten“ des Lebens veranschaulicht werden und geben zugleich Hinweise auf Gesetzmäßigkeiten des Wandels schlechthin.

 

Vier Schilde

 

Tod/Geburt, Kindheit, Pubertät/Adoleszenz, Erwachsensein und der Zyklus endet wieder beim Tod. Jede Jahreszeit entspricht einer Reihe verwandter Aspekte, die in immer weiter differenzierten Assoziationsketten angehängt werden können, wie z.B. : Kindheit = Süden = der Tag = Sommer = Körper = Bedürfnisse… usw.

Vier Schilde

 

Bei längerer Betrachtung wird deutlich, dass der Lauf der vier menschlichen Lebensphasen, denselben Gesetzmäßigkeiten folgt, wie der Lauf der vier Jahreszeiten und anderer zyklischer Vorgänge der Natur. So kann eine Entwicklungsphase wie z.B. die Pubertät / Adoleszenz genauso wenig übersprungen werden, wie nach einem Sommer direkt der Winter hereinbrechen kann.

Wir arbeiten mit verschiedenen, sich ergänzenden hochkomplexen Modellen, wie z.B. „Die Vier Schilde“ nach Foster & Little und dem „Circle of Courage“ nach Brendtro, Brokenleg und van Bockern. Diese Modelle orientieren sich, wie die Natur, an dem Bestreben, Balance zu finden und sind somit eine Alternative zu Ansätzen, die sich am Defizit orientieren und an etwas von der Natur Getrenntem.
Solche Ansätze können unserer Meinung nach viele Phänomene menschlicher Entwicklung nicht angemessen erfassen.

Gibt es z.B. ein Ungleichgewicht zugunsten eines der vier Richtungen, muss, wie bei Schlagseite auf einem Floß, das gegenüberliegende Schild gestärkt werden. Um dort jedoch hinzukommen, kann das dazwischen liegende Schild aber nicht übersprungen werden – der Weg führt thematisch also durch das dazwischen liegende Schild.

In diesem System lassen sich nicht nur die Entwicklungsphasen mit ihren jeweiligen Aufgaben symbolisch betrachten, es veranschaulicht auch ihre Beziehungen und Übergänge zueinander und wie man zwischen ihnen eine Mitte, eine Balance finden kann.

Entwicklungsprozesse von Personen, Gruppen oder Systemen, können in dieses Modell eingeordnet und Handlungsanweisungen für den gesunden weiteren Verlauf derselben, abgeleitet werden.

Besonders geeignet sind diese Modelle auch, um das Verhältnis und die Rollenverteilung zwischen Jugendlichen, Erwachsenen (bzw. Betreuer/innen) und den Älteren, bzw. in unserem Zusammenhang den Mentoren, tiefer zu verstehen und einzuordnen.

Diese Modelle stellen weitere, leicht zu vermittelnde Systeme dar, welche ein tieferes Selbstverstehen und Fallverstehen ermöglichen und zu den Grundlagen unserer Arbeit gehören.

Zu der Zeit der Stammesgesellschaften, wurde der Wechsel dieser Lebens-Jahreszeiten mit Übergangs- und Initiationsriten gefeiert, die das Erreichen einer neuen Lebensstufe bekräftigten.
In unseren erfahrungsorientierten Seminaren erleben wir, wie moderne Formen von Übergangs- und Initiationsriten den Übergang von einer zur nächsten Jahreszeit erleichtern und fördern können. Insbesondere nach großen Umbrüchen, oder in einer Lebensphase der Stagnation, kann die Arbeit mit den Jahreszeiten-Schilden zu einem heilsamen und kraftentfaltenden Übergang verhelfen.

Paare neigen dazu die geschwächten Schilde des Anderen mit auszufüllen, wodurch persönliches Wachstum und Flexibilität bei beiden vermindert werden. Oft definieren sich Paare auch über die daraus entstehenden Dramen. Eine Beziehung muss im Grunde genommen immer als ein eigenes Wesen angesehen werden, dass eines eigenen Gleichgewichtes bedarf. Statt die Balance im jeweils eigenen Schildsystem zu suchen und gleichzeitig das gemeinsame Dritte der Beziehung zu pflegen, kommt es häufig vor, dass Paare ihr eigenes aufgeben und sich nur noch über das Dritte definieren. Für Paare wird es in den Seminaren deshalb nicht nur um die Beziehung an sich, sondern auch um Wege gehen, in das eigene Schild-System zurückzukehren.

Empfehlenswerte Literatur

Buch
Steven Foster und Meredith Little, Die vier Schilde, Initiationen durch die Jahreszeiten der menschlichen Natur, Arun-Verlag, 368 S., gebunden, Schutzumschlag, ISBN 3-927940-64-X

 

Freie Praxis / Die Schwelle

Freie Praxis für rituelle Einzelbegleitung und Beratung

In Einzelsitzungen mit Holger Heiten u./o. Gesa Heiten werden die Erfahrungen aus den gemeinsam erarbeiteten Natur-Aufgaben ausgewertet und vertieft.

Preis pro Stunde, je nach Einkommen: 90,- bis 100,- €.
Ort: Eschwege Institut oder nach individueller Vereinbarung.

 

Retreat Inne HaltenRetreat Programm INNE HALTEN

Eine Auszeit mit Halt gebender Struktur, die mit den o.g. Einzelsitzungen kombiniert werden kann.

Mehr zu den Zielen, Inhalten und Struktur des Retreat Programms, hier als: PDF

Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne unserer ansprechende Informationsbroschüre zum Retreat Programm zu und stehen auch gerne für offen gebliebene Fragen zur Verfügung.

 

 

Das Retreat Haus „Osten“

Visionssuche El Hierro

 

Ein beliebter Rückzugs Ort für Menschen, die ihren Aufenthalt mit einer Selbstklärung, bzw. Einzelbegleitung durch das Eschwege Institut verbinden möchten ist das Haus "Osten", welches sich direkt neben dem Eschwege Institut befindet.
Das Haus ist sehr schön gelegen, sauber, modern und hat einen wunderschönen Garten.

 

 

 

Haus Osten aus der LuftDie Lage

Das Haus "Osten" steht am Rande des von schönen alten Eichen / Buchen Wäldern umgebenen Dörfchens Neuenrode und bietet einen atemberaubend schönen Blick, über eine bewaldete Hügellandschaft hinweg, auf den Hohen Meissner, der mit 780 m Höhe die Landschaft beherrscht. Dieser Berg galt seit je her als Hausberg der berühmten Frau Holle.


Blick Haus OstenDie weitläufige Waldlandschaft, die hier anfängt, zieht sich über Hügel-, Fels- und Heidelandschaften hin und gehört zu dem sog. „Grünen Band“, dem ehemaligen Grenzverlauf zwischen Ost und West, Haus Osten Landschaftdas hier zu einem der größten zusammenhängenden Flora, Fauna Habitat Schutzgebieten Deutschlands gehört und so seltene Tiere wie den Luchs, die europäische Wildkatze, den Uhu, den Wanderfalken und den Schwarzstorch beherbergt.

Mehr Bilder gibt es hier

Mehr Informationen und Reservierung:

 

 

Häufige Fragen von Interessierten:

Die SchwelleWas ist eine Naturaufgabe?
Eine Natur-Aufgabe kann inhaltlich gemeinsam und entlang der individuellen Problemstellung entwickelt werden. Holger und Gesa Heiten können dabei auf einen profunden Erfahrungsschatz ihrer langjährigen Arbeit mit Naturritualen zurückgreifen. Immer wird für eine Natur-Aufgabe die rituelle "Schwelle" überschritten, hinter der jede Wahrnehmung und jede Begegnung mit Wesen in der Natur, als "von tieferer Bedeutung" gelten. Die Erfahrungen aus dieser "Schwellenwelt", werden von Holger und Gesa Heiten nicht interpretiert, sondern mit Dir gemeinsam ausgewertet und vertieft, da es sich ja um die einzigartige Spiegelung Deiner Wahrheit handelt.

Was ist "der Spiegel", bzw. das "Selbst so" der Natur?
Die innere Seelenlandschaft eines Menschen kann unter bestimmten Voraussetzungen als in der äußeren Landschaft widergespiegelt wahrgenommen werden. Teile dieser Landschaft, die einem noch nicht bekannt sind, können so bewusst wahrgenommen und untersucht werden. Oft handelt es sich dabei um Teile, die man sich von keinem anderen Menschen hätte aufzeigen lassen. Deshalb wird die Natur, die keine moralischen Wertungen und Urteile kennt, als Spiegel bevorzugt. Die Natur ist "Selbst so", wie die alten Chinesen sagten.

Im Erkennen eigener Potentiale liegt der Schlüssel zu selbstheilenden Konsequenzen?
Rumpelstilzchen verlor an Macht, als man ihn beim Namen nennen konnte. Manchmal müssen wir uns dem Schatten stellen, dem zu begegnen wir sonst mit allen Mitteln vermeiden, damit wir ihn erkennen und beim Namen nennen können. Die Lebensenergie, die für aufwendige Vermeidungsstrategien aufgewandt wurde, kann frei gesetzt werden. Das Elixier neuen Lebens, oder der Schatz, der wie in Märchen und Mythen, von solchen "Drachen" (Schatten) bewacht wurde, kann in Besitz genommen werden. In uns allen schlummern Potentiale und auch Sehnsüchte, uns mit abgespaltenen Teilen, wieder zu verbinden. Gelingt diese Verbindung, ist Heilwerdung geschehen.

Warum sollte ich die Übergänge in meinem Leben genügend würdigen?
Alles in uns will wachsen und drängt vorwärts auf dem Lebensweg. Gleichzeitig drängt, weil wir selber Natur sind, alles in uns nach Gleichgewicht und Ausgeglichenheit. Jeder Wachstumsschritt auf unserem Weg löst aber mehr oder weniger große "Krisen" zeitweisen Ungleichgewichts aus. Solche Krisen sind gut und notwendig und sollten als solche gewürdigt werden. Sie als lästig zu verdrängen, führt meist zu Verschlimmerungen in Form von Langzeitkrisen.


 

 

Der entbundene König

Eine 5´tägige initiatische Reise durch das Rad männlicher Archetypen

Die „Vier Schilde des Mannseins“ ist ein intensives Selbsterfahrungsseminar das ausdrücklich dafür konzipiert wurde, dass Männer die Natur ihres Mannseins, mit ihren Licht- und Schattenseiten und ihren Ungleichgewichten, noch mal mit Leib und Seele erfahren.

Natürlich ist es Inhalt des Seminars, auch theoretisch in die männerspezifischen „Vier Schilde“ und die Archetypenlehre einzusteigen, doch nur um ein genügend starkes Fundament für einen herausfordernden Selbsterfahrungsprozess zu schaffen, der den Mut und die Ehrlichkeit des ganzen Mannes verlangt.

Wer sich anmeldet bekommt eine vorbereitende Naturübung als Hausaufgabe, mit deren Ergebnissen wir im eigentlichen Seminar beginnen werden. Dann werden wir eine thematische Selbsterfahrungsreise entlang der Vier Schilde beginnen.

Im Südenschild wird es um Körper- und Selbstwahrnehmung, um Sinnlichkeit und Sexualität, aber auch um das Thema Konkurrenz und im wahrsten Sinne des Wortes um das miteinander Ringen gehen.

Im Westenschild wird es darum gehen, sich um seiner selbst willen unbeliebt, ja selbst schuldig machen zu können. Es wird darum gehen sich in einem mehrstufigen Prozess von der leiblichen Mutter zu lösen und sich fortan mehr als Kind der großen Mutter zu verstehen, sich mit der väterlichen Wunde zu befassen, sich schließlich auch in einem mehrstufigen Prozess vom Vater zu lösen und die Wunde in Kraft für den eigenen Weg zu verwandeln.

Der entbundene Koenig Im Westenschild vollzieht sich der Übergang vom „Draufgänger“ zum „erfahrenen Krieger“, der schließlich um seine Begrenzungen weiß, besonnen handelt, um Hilfe bitten kann und schließlich der „königlichen Kraft des Nordenschildes“ die Treue schwören kann. Damit könnte ein Mann an die vorderste Front der männlichen Linie seiner Dynastie treten, er ist bereit die Verantwortung für alles was er je beschlossen hat und je beschließen wird zu übernehmen.

Doch ein Mann braucht den Segen seines Vaters, er muss es gut machen mit ihm, um den Anschluss an die Linie der männlichen Ahnen sicherzustellen. Manche Männer hungern ein halbes Leben danach und nicht selten unbewusst noch lange nach Vaters Tod. Männer leisten unbewusst unglaubliches, um die Aufmerksamkeit und Zustimmung des Vaters zu erhalten und doch müssen viele ohne diesen Segen zurechtkommen.

Es bleibt eine rituelle Chance, und genau dazu werden die Teilnehmer des Seminars allein und fastend zu einem herausfordernden initiatischen Ritual in die Natur hinausziehen, das sich durch eine ganze Nacht ziehen wird.

Nachdem die Erlebnisberichte von diesem Ritual im feierlichen Rahmen gehört und vertieft wurden, kann der neue Status des Mannseins miteinander gefeiert werden.

Schließlich wird der so bestätigte Weg noch aus dem Ostenschild beleuchtet und alle Männer werden auf die Rückkehr in ihren Alltag vorbereitet.

Sie selbst, ihre Kinder und ihr Umfeld werden von der Präsenz eines reifen Mannes, Vaters und Ehemannes profitieren.

ACHTUNG 2 MÖGLICHE TERMINE: 25.05. – 29.05.2012, Leitung: Holger Heiten & Ron Kunga Lacoste
29.08. – 02.09.2012, Leitung: Holger Heiten & Peter Gimmi
Preis: 380,- €, (inkl. MwSt.) + Kost und Logis
Ort: Eschwege-Institut
Veranstalter: Campus Peregrini

 

In Harmonie mit der Natur

Ein Retreat der Achtsamkeit in der unberührten Natur von Kanadas Yukon Territorium

Eine kleine Einstimmung: Achtsam sein…

…denn diese Welt ist mein persönlicher Kosmos. Ihr Großes spiegelt mein vermutetes Kleines. Je aufmerksamer ich aufnehme und genieße, desto vielfältiger wird das sein, an dem ich mich erfreuen kann. Aufmerksam sein gegenüber der Natur. In ihr finde ich Erholung, Entspannung, spiegelt sich mein Inneres. In ihrem Äußeren erscheint mein eigenes Inneres und umgekehrt.
Natur erlaubt mir, sie mit den Augen, mit den Händen mit allen Sinnesorganen zu erforschen. Ich kann sie mir erarbeiten – durch eine ausgedehnte Wanderung etwa – oder mich von ihr beschenken lassen, indem ich am Fluss liege und einfach still genieße. Immer werde ich erkennen, dass ich Bestandteil bin und nicht getrennt existiere.

Eine weitere Form braucht meine Achtsamkeit: Mein Körper. Was leistet mein Kopf, mein Gehirn, dieses hocheffektive Kontroll- und Kreativ-Organ im Alltag? Wie wird mein Verdauungssystem, meine Wirbelsäule, meine Muskulatur in meiner Alltäglichkeit beansprucht und überbeansprucht? Das Herz, ständig im Einsatz, nehme ich es erst war, wenn Stress es bis zum Hals schlagen lässt?
Auch hier gilt, positive Herausforderungen können mich wieder zu einer Achtsamkeit des Körpers führen – durch das Führen eines Kanus auf dem Fluss etwa – oder den Körper verwöhnen, durch den Genuss von gutem Essen und ausgesuchten Getränken. Entspannung und Schlaf tun ihr Übriges.

Wieder zu meiner Mitte finden, zum Zentrum unserer Kraft, ist eine weitere Dimension, die meiner Achtsamkeit bedarf. Egal, ob diese Mitte außerhalb oder innerhalb meines vermuteten Selbst liegt. Um die Mitte dreht es sich, ist unsere Kraft zu finden. In der Mitte ist Sicherheit und Ruhe, finde ich den Dialog mit mir selbst, mit der Welt. Ich habe die Möglichkeit mich positiv zu orientieren, Einfluss auf neue Lebenssituationen zu nehmen, auf die Dinge, die mich ereilen, mich aufsuchen.

Warum nicht wieder zu Freude, Entspanntheit und Ausgeglichenheit finden, die nachhaltig bleibt und nicht schon nach zwei Tagen Arbeit wieder verschwunden ist?

Dies ist unser Angebot: Eine Reise, die uns wegführt aus dem Alltag und seinen eingefahrenen Sicht- und Handlungsweisen. Wir begeben uns in die unberührte Natur Nordkanadas, in den Yukon, zur Zeit des „Indian Summer“. Die Farbenpracht des Spätsommers erwartet uns. Wir haben die Möglichkeit, uns den Zugang zu erkämpfen oder ihn einfach nur zu genießen auf allen Ebenen. Wir werden zielgerichtet handeln und uns treiben lassen. Alles was gefragt ist, ist ein wenig Mut zur Entdeckung des Inneren und Äußeren – sofern wir dies voneinander trennen wollen…

Nettopreis / Person bei mindestens 8 Teilnehmern
ab/bis Whitehorse bei Unterbringung von 2 Personen im
DZ/ Zelt: EURO 2.370,00
Einzelzimmer + Einzelzelt: EURO 260,00

LEISTUNGEN:

• 3 Hotelübernachtungen in Whitehorse (sehr gutes Mittelklassehotel)
• 8 Übernachtungen von je 2 Personen in 4 Pers. Doppeldachzelten
• Flughafentransfer am An- und Abreisetag
• Transfer von Whitehorse nach Faro und von Ross River nach Whitehorse (ca. 900 km)
6 Tage begleitete Wanderung auf dem Dena Cho Trail
• Führung in Whitehorse
• Zugfahrt durch das Küstengebirge nach Skagway im Alaska Panhandle und Rücktransfer nach Whitehorse
• Volle Verpflegung, ausgenommen an Tagen mit Hotelübernachtung
• Koch- und Campingausrüstung (nicht eingeschlossen Schlafsack und Liegeunterlage*)
• Logistik während der Wandertage (Verpflegung, Koch- u. Campingausrüstung)
• Begleitung von erfahrenem Crossroads-Instructor und Visionssuche Leiter

* Schlafsack und Liegeunterlage können beim Veranstalter gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Ausführliche Reiseinformationen:

Yukon Tour September 2011 Business Quest und Canadian Wilderness Travel

Tag 1:
Flug mit Condor Airlines Frankfurt – Vancouver und weiter mit Air North nach Whitehorse. Ankunft in Whitehorse ca 24:00 Uhr. Transfer zum Hotel. Begrüßungsgetränk an der Bar.

Tag 2:
Frühstück und Vormittag begleitet oder zur freien Verfügung in Whitehorse. Möglichkeit zum Einkauf und Bummeln. Abfahrt von Whitehorse nach Carmacks am frühen Nachmittag. 2,5 Stunden später Ankunft bei Canadian Wilderness Travel und Begrüßung von Anna und Peter Gerasch. Zelte werden bezogen, Kaffee getrunken und entspannt. Anschließend Abendessen à la Anna und Peter

Tag 3:
Frühstück um 8:00 Uhr. Ausspannen. Eine kleine Wanderung in die Umgebung hilft den Gästen sich einzufinden. Nachmittag: Vorbereitung auf die Wanderung, Rucksack packen, Abendessen à la Anna und Peter, Lagerfeuer und nicht zu spät ins Bett...

Tag 4: - 1. Wandertag (10,6 km)
Frühstück 7:00 Uhr, Abreise nach Faro 8:30 Uhr. Ankunft „Turn of to Swim Lakes Road“ ca. 11:00 Uhr. Los geht's auf den Trail um spätestens 11:30 Uhr. Abends Ankunft, Zelte aufbauen, Essen, ausruhen...

Tag 5: – 2. Wandertag (6,2 km)
Frühstück 8:00. Los geht's um 10:30 Uhr. Mittags Ankunft am Cabin „Footbridge Orchay River“
Nachmittags entspannen und sich von den Guides bedienen lassen.

Tag 6: – 3. Wandertag (13,4 km)
Frühstück 7:00 Uhr, danach - wenn möglich – fasten. Der Einzelne wird rituell bestätigt und macht sich auf den Weg.
Abends: Nach der Ankunft aller Teilnehmer gemeinsames Fastenbrechen; Lagerfeuer....

Tag 7: - kein Wandertag
Morgens ausgiebiges Frühstück. Gut Essen, ausspannen, lesen, reden, Natur beobachten...

Tag 8: – 4. Wandertag (9,5 km)
Frühstück um 8:00 Uhr. Die Teilnehmer werden einzeln rituell verabschiedet und begeben sich auf den Trail. Ankunft am Cabin am frühen Nachmittag,

Tag 9: – 5. Wandertag (11,1 km)
Früh los und ½ Tag wandern. Ankunft in Ross River – kleine Stärkung und ab nach Carmacks Abends Abschied von Anna und Peter Gerasch bei einem Essen à la Anna und Peter

Tag 10:
Frühstück ab 8:00 Uhr. Packen, Aufräumen und Abfahrt nach Whitehorse am späten Vormittag. Mittags Ankunft im Hotel in Whitehorse.
Nachmittags Geschenke einkaufen, Museum besuchen und bummeln.

Tag 11:
Mit dem Zug durch die Rockies nach Skagway am Pazifik u. abends zurück. Ausklang im Hotel.

Tag 12:
Transfer zum Airport und Rückflug mit Condor Airlines nach Frankfurt